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BVB siegt im kleinen Derby mit 4:1
BVB siegt im kleinen Derby mit 4:1
Milos Maric sah nach einem Zweikampf mit Jakub Blaszczykowski rot

Borussia Dortmund hält weiter Kurs in Richtung Europa League, der VfL Bochum kassierte dagegen die zweite 1:4-Niederlage in Folge. Es war ein einseitiges kleines Revierderby mit einem Platzverweis für Maric und einen Torjäger, der zweimal genau richtig stand.

Die Voraussetzungen des B1-Derbys waren unterschiedlich. Während der VfL Bochum sich weiter von den Abstiegsrängen entfernen wollte, versuchten die Dortmunder sich in den Europacup-Rängen festzusetzen. BVB-Coach Jürgen Klopp setzte dabei auf dieselbe Startelf, die in der letzten Woche Borussia Mönchengladbach souverän mit 3:0 bezwang. Beim VfL änderte Heiko Herrlich sein Team im Vergleich zum 1:4 in Wolfsburg auf drei Positionen: Matias Concha, Stanislav Sestak und Anthar Yahia rückten in die erste Elf und ersetzten Marc Pfertzel, Vahid Hashemian und den gesperrten Mergim Mavraj. Das Hinspiel hatten die Borussen mit 2:0 für sich entschieden.

Im mit über 30.000 Zuschauern ausverkauften rewirpower-Stadion hatte der VfL nach fünf Minuten die erste kleine Chance, als sich Sestak nach einem weiten Einwurf von Concha gegen Owomoyela durchsetzte, den schwer zu nehmenden Ball aber mit vollem Risiko aus sechs Metern über die Latte schoss. Die Gäste kontrollierten in der Folge zwar das Spiel, doch der letzte Pass kam zunächst nicht an.

In der elften Minute hatte Lucas Barrios die grosse Gelegenheit für den BVB, als er in nach einem schlimmen Fehlpass von Concha in den Strafraum eindrang, jedoch am herauseilenden Heerwagen scheiterte. Eine Minute später flankte Owomoyela präzise von rechts in den Strafraum, wo sich Nuri Sahin völlig freistehend hochschraubte. Der anschliessende Kopfball landete aber nur am linken Innenpfosten.

Viermal zappelt der Ball im Netz - trotzdem nur 0:2

In der 18. Minute schlug es dann aber doch hinter Heerwagen ein. Nuri Sahin brachte einen Freistoss aus dem linken Halbfeld scharf an die Fünf-Meter-Grenze. Bochums Keeper tauchte am Ball vorbei. Sebastian Kehl und Marcel Maltritz stiegen gemeinsam hoch, und der Bochumer Verteidiger beförderte das Leder unglücklich mit der Schulter zum 0:1 über die eigene Linie. Die verdiente Führung der Schwarz-Gelben.

Nur drei Minuten später jubelten die Gästefans erneut, doch Kevin Grosskreutz stand bei seinem Treffer knapp im Abseits. Kein Zweifel bestand in der 27. Minute: Sahin spielte den Ball rechts raus auf Jakub Blasczczykowski. Kuba vernaschte zwei Bochumer Abwehrspieler, drang in den Strafraum ein und passte an die 16-Meter-Grenze zurück auf Mohamed Zidan, der den Ball direkt nahm und ihn zu seinem sechsten Saisontor und zum 0:2 für die Borussia unten rechts einnetzte.

Als Lucas Barrios in der 32. Minute per Lupfer traf und jubelte, wurde er wie schon zuvor Grosskreutz zurückgepfiffen. Auch der Argentinier stand haarscharf im Abseits. Eine Minute später dezimierte sich der VfL selbst. Kuba stieg gegen Milos Maric von hinten zu hart ein. Der Serbe fühlte sich provoziert und wischte seinem Gegenspieler ins Gesicht, während er unten gleichzeitig versuchte, nachzutreten. Folgerichtig zückte Wolfgang Stark Gelb für Kuba und Rot für Maric.

Fünf Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit hatten die Bochumer die erste echte Torchance. Sestak wurde auf dem rechten Flügel von Dabrowski steil geschickt und schoss aus vollem Lauf auf das Dortmunder Tor, doch Roman Weidenfeller kam aus seinem Tor und verkürzte geschickt den Winkel. So flog der Ball am langen Pfosten vorbei. Pünktlich pfiff Schiri Stark anschliessend zur Halbzeit. Die Bochumer waren nach 45 Minuten mit dem 0:2 sogar noch gut bedient.

Barrios trifft doppelt

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Heiko Herrlich mit Mimoun Azaouagh und Andreas Johansson zwei frische Kräfte. Joel Epallé und Paul Freier blieben draussen. Und immerhin setzten die dezimierten Gastgeber auch das erste Ausrufezeichen. Lewis Holtby hielt aus 18 Metern einfach mal drauf. Der Ball strich knapp über die Querlatte des Dortmunder Gehäuses (48.). Fünf Minuten später machte er es besser. Azaouagh spielte einen Pass genau in die Nahtstelle der Dortmunder Abwehr. Lewis Holtby machte sich auf und tunnelte Roman Weidenfeller aus 13 Metern halbrechter Position zum 1:2. Überhaupt präsentierten sich die Bochumer deutlich aggressiver und spritziger als in den ersten 45 Minuten.

Nuri Sahin verstand in der 58. Minute die Welt nicht mehr. Schiri Stark zeigte ihm die fünfte Gelbe Karte für einen im Zweikampf enstandenen kurzen Griff an Sestaks Hals. Die vertretbare Entscheidung sorgte dafür, dass der türkische Nationalspieler im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen fehlen wird.

Auch Jürgen Klopp wechselte fünf Minuten später zum ersten Mal aus, als er mit Tamas Hajnal für den Torschützen zum 0:2, Mohamed Zidan, einen frischen Mann brachte. Kurz darauf kam auch Nelson Valdez für Jakub Blasczczykowski in die Partie. In der Folge brachten die Dortmunder wieder etwas mehr Ruhe ins Spiel. Grosskreutz und Sahin fanden in Heerwagen ihren Meister.

Nelson Valdez als Pechvogel

Die eingewechselten Spieler waren es schliesslich, die in der 74. Minute für eine Vorentscheidung sorgten. Bochums Anthar Yahia verlor den Ball in der Vorwärtsbewegung, Nelson Valdez schaltete schnell, dribbelte ein wenig durch die Hälfte der Gastgeber und sah im richtigen Moment Tamas Hajnal. Der kleine Ungar scheiterte aus kurzer Distanz noch an Heerwagen, doch den Abpraller schob Lucas Barrios ins leere Tor. Nur drei Minuten später war es erneut der Argentinier, der mit seinem 13. Saisontor endgültig alles klar machte. Den abgeblockten Torschuss von Felipe Santana staubte der Angreifer in echter Torjäger-Manier zum 1:4 ab (77.).

Pechvogel des Spiels war Nelson Valdez, der ein Tor einleitete und fast selbst noch knipste. Doch nach seiner Chance hielt er sich den Oberschenkel und musste in der 78. Minute wieder ausgewechselt werden. In der Schlussphase brannte nichts mehr an.

Die Dortmunder fuhren einen auch in der Höhe verdienten Sieg ein und klettern mit 45 Punkten zunächst einmal auf den vierten Platz. Der VfL muss hingegen aufpassen, dass er nach den Siegen der Konkurrenz aus Hannover und Nürnberg nicht doch wieder ganz unten hineinrutscht. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison sind jedenfalls nach dem Spiel noch unterschiedlicher geworden.

Christian Lammé

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'' Nicht schlecht von YB, es stimmt die "Türken" haben aus 2 chance 2 tore gemacht, aber sonst hat Fener gar nicht gespiel. wenn YB nächste woche seine chance macht, sehe ich sie in der nächste runde. 2:2 gegen so ein "starken und simulante Gegner", Nicht schlecht, ich drücke euch die daumen** ''
Kommentar von Fussball Fan 3018 zum Artikel
Spycher: ''Das war erst ein Vorgeschmack''
'' Geill Raúl ist einer meiner lieblings spieler bin aber leider ein bayern FAN ''
Kommentar von Andi Shala zum Artikel
Perfekt: Raúl ist nun ein ''Königsblauer''
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